Scillablüte am 17.3.2019

Rückblick Scillablütenfest 2019

Scillablüte am 17.3.2019

Scillablüte am 17.3.2019

Am Sonntag, den 17.3. kamen bei nicht ganz so gutem Wetter immerhin ca. 3.000 Besucher*innen auf den Lindener Berg und sahen sich das Blau der Scilla Siberica an. Der Blaustern war zwar schon recht ordentlich vorhanden, wir schätzen ca. 70 Prozent der möglichen Blüte, aber bei fehlender Sonne glänzte das Blau nicht so anmutig wie sonst bei Sonnenschein.

Der Küchengartenpavillon beleuchtet von Helmut Hennig

Der Küchengartenpavillon beleuchtet von Helmut Hennig

Weitgehend trocken bis 16 Uhr konnte man über den Bergfriedhof wandern und das Kulturprogramm genießen: ob Linden-Lesung in der Kapelle, Posaunenchor am Friedhofsbrunnen oder Livemusik vor und später im Küchengartenpavillon, in dem auch die Licht-/ Farbinstallation von Helmut Hennig gezeigt wurde.

Schnell vergriffen waren die vom Botanischen Schulgarten vorgezogenen kleinen Blumentöpfe mit 5 Scilla-Zwiebeln.

Im Jazz-Club: Emigrant Akustik Band

Im Jazz-Club: Emigrant Akustik Band

Ob Jazz-Club oder Mittwoch:Theater, die Besucher zeigten ordentlich Interesse am Kulturprogramm des Tages der offenen Tür auf dem Lindener Berg. Auch Besichtigungen der Sternwarte, der St. Martinskirche des Botanischen Schulgartens oder des Kindermuseums Zinnober: Es gab überall reichlich Programm und Möglichkeiten für Besichtigungen und Aussichten. Wer mal kurz einen Imbiss zu sich nehmen wollte, konnte dies u.a. im Lindener Turm (der ehemaligen Lindener Mühle), im Kolonieheim Lindener Alpen oder beim Sportverein Linden 07 machen.

Plakat der Stempel-Aktion

Plakat der Stempel-Aktion

Dazu kam wieder die Bergstempelaktion, bei der nicht nur Kinder an 13 Stationen sich in den Pass jeweils Stempel drucken lassen konnten, ergänzt um Künster*innenstempel. Um 16.30 Uhr fand dann die Verlosung der Preise für diejenigen statt, die erfolgreich alle Stempel eingesammelt hatten.
Nach dem Hagelschauer gegen 16 Uhr endete dann für die viele der Ausflug auf den Lindener Berg.
Insgesamt doch ein recht zufriedenstellender Tag mit mehr Besuch als erwartet, aufgrund des frühen Termins und nicht so prallen Wetters waren aber auch weniger Besucher zum Fest da als sonst. Immerhin war das Fest nur am Schluss etwas „verhagelt“.
Den Höhepunkt der Blüte erwarten wir jetzt Mitte/ Ende dieser Woche, in zwei Wochen, also Ende des Monats, ist der Blaustern vermutlich schon wieder verblüht (ohne Gewähr).

Ausstellungsplakat Helmut Hennig

Helmut Hennig: „Farbenkosmos“

Ausstellungsplakat Helmut Hennig

Ausstellungsplakat Helmut Hennig

Ein begehbarer Licht- und Klangraum von Helmut Hennig im Küchengartenpavillon vom 15.03. bis 12.05.2019

Schon bei bedecktem Himmel und zunehmend mit der Dämmerung, wird die Installation von außen durch die mit milchiger Folie verkleideten Fenster sichtbar.
Irgendetwas ist neuerdings am Küchengartenpavillon anders als sonst auf dem Lindener Bergfriedhof. So ahnt es der zufällige Spaziergänger.
Die kaleidoskopisch gespiegelten Fensterprojektionen von Quallen, in einer überzeichneten Farbigkeit, lassen von ihrer Symmetrie her eine in sich schlüssige Darstellung in die Außenwelt scheinen. Die bewegten Bilder werden in einer verlangsamten Projektion ausgestrahlt und trotzdem als lebendige Lebewesen ausfindig gemacht. Erst bei detaillierter Vergrößerung avancieren die Objekte zu überdimensionalen Pop-Art Malereien, wie sie aus den siebziger Jahren bekannt sind.
Der Küchengartenpavillon wird zu den bekannten Öffnungszeiten abends zu einer übergroßen Laterne, deren Umrisse bei aufkommender Dunkelheit verschwinden. Fast mystisch versackt er in die Nacht. Nur die Fenster behaupten sich zunehmend. Bis nach Einbruch der Dunkelheit die Zeitschalteinrichtung alles zum Erlöschen bringt. So soll es sein auf diesem Friedhof. Mit Pietätslosigkeit hat das nichts zu tun. Im Gegenteil, das lebendige Dahingleiten auf den Projektionsflächen bringt eine neue aber besinnliche Stimmung auf diesen Friedhof. Welche letzte Stätte hat so etwas schon zu bieten? Der Höhepunkt des Tages ist für einen Monat die „Blaue Stunde“ und das zum „Blauen Wunder“.
Der wahre meditative Charakter dieser Licht- und Klanginstallation kommt aber erst innen richtig zu Geltung. Man rücke sich einen Stuhl in die rechte Position, nehme dort Platz und lasse das Spektakel über sich ergehen. Der Raum ist voller Technik. Die Projektion genau auf die vier Fenster abgestimmt. Dazu der Gesang von Walen und anderem Getier aus zwei versetzt arbeitenden Lautsprechern, lassen Kommunikation vermuten. Vier Bildschirme zeigen Videos mit Kurzfilmen von Helmut Hennig.
Er ist ein Techniker mit höchsten Ansprüchen. Seit drei Wochen ist er hier, in den Tagen zwischen unseren Öffnungszeiten, am probieren, das Optimale heraus zu holen. Immer bemüht, seine Vorstellungen und Gedanken mit seiner Technik umzusetzen. Genauigkeit und Erfahrung lassen hier nun ein Ergebnis wahr werden, dass unseren kleinen Raum in ein ganz großes Licht rückt.
Vielen Spaziergängern und Kleingärtnern ist es bereits aufgefallen, was schwer zu vermeiden war. Sie sind stehen geblieben und jetzt gespannt auf die Eröffnung am 15. März um 18:00 Uhr, wenn dann der Licht- und Klangraum begehbar wird.

Öffnungszeiten:
Di, Fr und So ab 15:00 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit,
Sa ab 18:00 Uhr, allerdings nur bei schönem Wetter.

Ab dem 16. April wird es dann anders. Ein paar Tage nach Umstellung auf Sommerzeit wird Helmut Hennig den oberen Raum von innen her abdichten. Dann kann kein Sonnenstrahl herein und nichts dringt mehr nach außen. Alles spielt sich nur noch Innen ab und neue Überraschungen werden sich abwechseln.
Dann gilt wieder Di, Fr und So von 15:00 bis 17:00 Uhr, wie es immer war.
Wir freuen uns auf ihren Besuch.
Ulrich Barth, Quartier e.V.

Quartier e.V. wird institutionell unterstützt durch die LHH Hannover, Fachbereich Bildung und Qualifikation.