Nachruf – Horst Deuker

Oftmals als „Lindener Urgestein“ bezeichnet. Das war er.

Wir sind traurig über den Tod unseres Freundes Horst Deuker, der am 17. April 2020 verstorben ist.

Horst Deuker beschäftigte sich intensiv mit der Lindener Geschichte, speziell im Bereich Linden Süd, wo er gegenüber der Hanomag aufgewachsen war.

Als Quartier e.V. für seine geplante Schriftenreihe „Lindener Zeitzeugen erinnern sich“ Mitstreiter suchte, zeigte Horst Deuker dem damaligen Vorsitzenden Jonny Peter einiges von seinen bisherigen Aufzeichnungen. Jonny Peter erkannte schnell das umfangreiche Potential und verwertete es im

Oktober 2013 als Zusammenfassung im Buch

Zwischen Deisterplatz und Fischerhof. Die Göttingerstraße“.

Dem folgte im Mai 2016 ebenfalls vom Quartier e.V. ein weiterer Band: „Fritz Ahrberg, Fabrikant – Mäzen – Förderer“. (Beide Bücher sind z.Zt vergriffen. Ein Nachdruck ist vorgesehen)

Weitere Publikationen von Horst Deuker waren noch in Arbeit, doch stoppte der Tod seine Aktivitäten. Horst Deuker war vielseitig tätig. Beim Projekt „Lebensraum Linden“ war er von Anfang an dabei mit zahlreichen Eingaben sowie auch mit Lesungen u.a. in der Buchhandlung Decius.

Das „Digitale Stadtteilarchiv Linden Limmer“ hat er mitgegründet und mit einer Vielzahl von Eingaben belebt. Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft Lindener Vereine wurden von ihm oft mit meist humorigen Beiträgen und Rezitationen gewürzt.  Der Berufswunsch von Horst Deuker war eigentlich Schauspieler, also Künstler. Daher auch seine Begeisterung für das Theaterwesen. So ist der Berufswunsch in Erfüllung gegangen. Er wurde „Künstler“, – Lebenskünstler.

An unseren beiden Feierlichkeiten im Januar im Küchengarten-Pavillon zur Würdigung ehrenamtlicher Tätigkeit und zum 20jährigen Bestehen von Quartier e.V. konnte Horst Deuker noch teilnehmen. Er hat es genossen, noch einmal in Anwesenheit des Bezirksbürgermeisters Jörg-Rainer Grube und im Kreis der Freunde und Freundinnen mit dabei sein zu können. Seine gesundheitliche Beeinträchtigung war jedoch nicht mehr zu übersehen. Er wusste um seinen Zustand: „Meine Uhr ist abgelaufen“.

Nach Entlassung aus dem Krankenhaus durfte er zuhause im Beisein seiner Kinder Kim und Kai nach palliativer Fürsorge ohne Schmerzen von uns gehen.

Horst Deuker wird uns mit seiner humorvollen Art und mit seinem Wissen sehr fehlen. Wir danken ihm für seine langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft.

Gönnen wir ihm nun seinen Frieden. In Gedanken bleibt er uns erhalten. Seiner Familie gilt unser herzliches Beileid.

Horst Bohne, Freund und langjähriger Weggefährte